42009 Modifikationen und Mocifikationen

      Einige Punkte sprechen dagegen, einen mobilen Autokran (LEGO-Model) unbedingt mit Federung ausstatten:

      Relativ teuer, da die größeren Autokrane viele Achsen, somit viele Stoßdämpfer/Federn benötigen.

      Erhöhter Platzbedarf, besonders da das Chassis eines mobilen Autokranes eigentlich nur aus Rädern und deren Lenkung besteht, es ist schon schwer genug, noch die Mechanik für die Fahrzeugstützen (mit Auslegern), den Fahrmotor und den/die Motor(en)
      für die Lenkung und vielleicht den Motor des Turmes unterzubringen.

      Ein mobiler (LEGO)-Autokran sollte als Primärziel im ausfahrbaren Zustand Lasten bewegen, eine Federung ist dann für die Stabilität des Fahrzeuges eher kontraproduktiv.
      Die ausfahrbaren Stützen haben eher einen kosmetischen Effekt, größere Kranmodelle aus LEGO können kaum stabil genug konstruiert werden, um vorbildgetreu den gesamten Kran mit Rädern/Reifen anzuheben.
      allein soetwas hinzubekommen, ist schon eine Kunst für sich.
      In diesem Fall sind starre Reifen IMHO die bessere Wahl.

      Das Fahren und Lenken eines mobilen Autokranes ist eher von sekundärer Natur, wichtiger ist es, die Funktionen des Kranturmes (Drehen, ausfahren der Ausleger, Winkel des Ausleger verändern, Last hoch und runter,
      eventuell das Kippen der Krankabine und die Lageveränderung des Ballastes (LTM 1450-8-1)).
      Genügend Funktionen, um sich die Haare zu raufen, Stromversorgung und Getriebe müssen auch noch Platz finden, am Ende ist man für jeden Millimeter Platz dankbar.

      So einen mobilen Autokran wird man eigentlich nur in der Wohnung auf den Boden steuern, oder auf einen sehr großen glatten Tisch bei einer Ausstellung.

      Etwas für das Gelände draußen, da ist man mit einem Raupenfahrzeug, Radlader oder einen Unimog etc. besser bedient, wie die letzten Postings von den Schneefahrten beweisen.
      Da ist eine Federung notwendig und sinnvoll, aber da war bestimmt kein Autokran dabei.

      Der einzig sinnvolle Punkt für eine Federung wäre die Vorderachse (eventuell noch die zweite Achse), damit so ein fahrbarer Kran über die Teppichkante kommt, mehr ist gar nicht notwendig.

      Soweit meine Ansicht, bei so einem Projekt sollte man sich auf das wesentliche konzentrieren, und eine Federung für 5, 6 oder gar 7 Achsen ist eine aufwändige Angelegenheit mit zweifelhaften Nutzen.

      Mit besten Grüßen,
      Marcus

      UPS: Nachtrag, ich meine natürlich nicht die pfiffige Idee von Backcountry, sondern eine Federung mit Einzelradaufhängung, das war jetzt etwas missverständlich formuliert!
      Wenn ich mich korrekt erinnere, gab es mal eine Version vom Groove mit dieser benannten Einzelradaufhängung, die ich für größere Kranmodelle als problematisch halte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „4.5V Motor“ ()

      Interessante Ausführung 4.5V Motor...

      Evtl. bräuchte man noch Einteilungen der Krane in versch. Kategorien wie Preisbewusst, Funktionalität oder ähnliches. Ich hatte vor Jahren auch schon mal mit den kleinen Rädern einen LG1550 versucht nach zu bauen und in der Größe baute ich auch eine Einzelradaufhängung, da ich damals (2005) keine andere Idee und Teile hatte... Bilder davon gibt es auf brickshelf: brickshelf.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=147281

      Und nun mein großer hat ja auch Federung: Gittermastkran der Wiegt rund 16 KG und das Fahrwerk hat keine Probleme mit dem Gewicht. Eben weil er ja viele Achsen und Federn hat, die das aufnehmen. Wenn er aufgerüstet ist, würde er in die Knie gehen, ja. Also habe ich unter dem Wagen noch 6 Heber eingebaut, die den Wagen dann an heben...

      Eine Lösung für Stützen die den Kran wie in der Realität anheben, das wäre noch was... Ich hatte schon geplant einen LG 1770 zu bauen, denn der hat ja echt große Stützen.: images.google.de/imgres?imgurl…RAhUqAcAKHde7DM0Q9QEILTAC
      Die Stützen die dann das Ganze heben und halten, wären dann rund 20cm hoch geworden. Das Problem, eine Stütze würde schon 600 Euro an Material verschlingen und ich hätte Räder benötigt, die ca. 1,5x größer wären als die vom Unimog... Also habe ich das mal gelassen ;(

      Unten noch ein Bild von meinem 2. LG1550 Fahrwerk. Also der mit den alten LEGO Rädern. Wenn ich da schon die Blattfedern von efferman gehabt hätte, wäre das Fahrwerk der Hammer geworden...

      ​unterm Strich ist mein Anspruch: Das Ganze so funktionell wie möglich zu bauen. Also Antrieb, Lenkung und Fahrwerk. Das klappt bei mir ganz gut. Der Kran sollte dann wie der reale funktionieren, das ist beim Gittermastkran auch soweit nun realisiert. Und nun arbeite ich noch an der Optik ;) da übe ich noch...
      Bilder
      • IMG_9476.jpg

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      @backcountry

      Bei den Stützen war ich primär auf die (meistens viel zu kleinen) ausfahrbaren Stützen beim 42009 und seine größeren MODs/MOCs fixiert, bei den Reifen auf die 62,4 x20.
      Sonst wird für mich persönlich der Kran einfach zu groß, ca. 1m Länge genügt mir.
      Das betrifft z.B. alle Liebherr Krane bis zum LTM 1500-8.1, also die großen Brüder vom LEGO 42009.

      Obwohl ich sehr stabil konstruiert hatte, wollte ich meinen Kran nicht auf Stützen stellen, die biegen durch - wie das gesamte Chassis. Die Stabilität beim ausgefahrenen Ausleger sah ich nur durch ein ungefedertes Fahrwerk gewährleistet.

      Dazu kommt noch, während des Baus wusste ich bis am Ende nie, wie die Gewichtsverteilung lag!

      Du baust auch immer sehr groß mit Deinen Reifensortiment, Deine Modelle sind ausgesprochen wuchtig; da kannst Du auch mehr unterbringen :)

      Ist eher eine Frage der persönlichen Philosophie, da ich mein Modell in Zukunft gerne modifizieren möchte, mache ich mir schon viele Gedanken, nur merke ich, dass man irgendwann Prioritäten setzen muss.
      Also fragte ich mich persönlich, was mir wichtig ist - und auf was ich notfalls verzichten würde.
      Dass es auch andere Ansichten gibt, ist dabei sogar hilfreich, da man ggf. seine planerischen Entscheidungen noch vorher korrigieren kann.

      Mit besten Grüßen,
      Marcus